Eurovision Trophy

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Projektbeschreibung[Bearbeiten]

Das Projekt soll eine Replik der Siegertrophäe des Eurovision-Song-Contest sein. Das Original ist ein seit 2008 vergebenes, 42cm großes Mikrofon im Stil der 30er Jahre aus Kristallglas mit dem „Eurovision Song Contest“-Logo sowie der jeweiligen Flagge des ausrichtenden Landes.

Grund/Ziel des Projektes[Bearbeiten]

Grundsätzlich wollte ich mich mit den Themen 3D-Druck sowie Virtual Reality auseinandersetzen. Nachdem ich spontan im FabLab vorbeigeschaut und mir ein Bild gemacht hatte, fragte ich was denn alles möglich wäre. Nachdem ich erfahren habe dass man die 3D-Drucker frei benutzen darf und eigene Projekte umsetzen kann, habe ich mir überlegt was genau ich erstellen möchte.

Letztendlich habe ich mich dazu entschieden eine Replik der ESC-Trophäe zu bauen. Dies geht darauf zurück, dass ich den ESC seit 2009 aktiv verfolge und er in meinem Freundeskreis seit Jahren eines der Höhepunkte des Jahres ist. Für mich persönlich ist dies der erste Kontakt mit dem Thema 3D-Druck und durch das Thema ESC habe ich noch eine persönliche Note hinzugefügt.

Vorkentnisse[Bearbeiten]

In Sachen 3D-Druck: keine.

Die Grundlegende Idee hinter dem Verfahren des 3D-Drucks war mir bekannt, jedoch hatte ich noch keinerlei Erfahrungen mit der Handhabung, Herstellung, dem Druck oder dem bearbeiten von Dateien sowie der Bedienung von 3D-Druckern. Der generelle Umgang mit Windows-Computern war bekannt, ebenso wie dem herumspielen mit dem Windows10-3D-Builder auf sehr, sehr rudimentärem Level.

Die Trophäe direkt aus dem 3D-Drucker mit Stützstrukturen


Zu erlernende Kentnisse[Bearbeiten]

Die Unterschiede in den Datei-Formaten und deren Aufbau. Die Bedienung der Software, der Erstellung von veränderten Vorlagen, der Ausgabe ins Ultimaker-Programm, dem berechnen der nötigen Druckzeit und Materialmenge, dem übergeben an den 3D-Drucker, das initialisieren des 3D-Drucks, die Bearbeitung des finalen 3D-Modells und des lackieren des Endprodukts.

Die Trophäe nach dem entfernen der Stützstrukturen noch vor dem letzten Feinschliff

Herstellungsverfahren & Materialkosten[Bearbeiten]

Um ein Gefühl für den 3D-Druck zu bekommen habe ich mir über Thingyverse ein kleines Modell der ESC-Trophäe besorgt. In der kleinen Version ist sie 13cm groß, nicht richtig skaliert und es fehlt der "Eurovision Song Contest"-Schriftzug auf der Frontseite.

Diese Mini-Trophäe habe ich einfach frei gedruckt um ein Gefühl für Druckzeiten, Qualität sowie das Ergebnis zu bekommen. Der Druck der kleinen Trophäe mit den Stützstrukturen dauerte aufgrund der kompakten und relativ komplexen Struktur knapp 13 Stunden und enthält etwas mehr 200 Gramm Filament. Die Materialkosten belaufen sich auf etwas mehr als 5€.

Kleine Trophäe und große Trophäe
Der Schriftzug lässt sich in der 3D-Struktur erkennen

Für den Druck der Trophäe in Originalgröße musste ich die über Thingyverse bezogene Datei noch auf die richtige Größe skalieren sowie das "Eurovision Song Contest"-Logo hinzufügen. Den Schriftzug habe ich über eine Bildbearbeitung des Original-Slogans als *.png-Datei im negativ (invertierte Farben) über den Windows 10 „3D-Builder“ als Einstanzung in die Rohdatei eingefügt. Der Schriftzug samt dem Herz befindet sich nun als Vertiefung auf der Frontseite des Blocks.

Der Schriftzug als Einstanzung im finalen Druck

Da die Trophäe in dieser Größe allerdings zu groß für einen 3D-Drucker war, sowie nicht genug Filament für einen durchgehenden Druck zur Verfügung stehen würde, musste die Trophäe aufgeteilt werden. Vier Teile wurden insgesamt separiert: Der Standfuß, der Haltebügel, die untere Mikrofonhälfte sowie die obere Mikrofonhälfte samt Block und Kugeln an der Seite. Der Standfuß hat beim Druck allerdings eine Beschädigung erhalten, sodass er von Hand verklebt werden musste. Diese vier Teile wurden nacheinander gedruckt und nach Beendigung des Drucks miteinander verklebt. Nach dem anrauen durch Schmirgelpapier sowie dem besprühen mit einer Grundierung wurde die Trophäe mit einem Silberlack besprüht.

Da beim Druck des unteren Teils ein Fehler passiert ist, musste der Standfuß durchgesägt und später manuell wieder zusammengeklebt werden
Der obere Teil mit dem Schriftzug
Das untere Teil des Mikrofons sowie der Bügel für die Halterung


Ergebnis & Rückblick[Bearbeiten]

kleine und große Trophäe kurz nach dem lackieren
Die fertige Trophäe am ESC-Abend 2018